
Mit vier Fäden und zwei Greifern wirkt eine Overlock beim ersten Einfädeln oft einschüchternd – gerade für Einsteiger.
Die gute Nachricht: Der Ablauf folgt bei nahezu jeder Overlockmaschine derselben Logik.
Wer die richtige Reihenfolge kennt und ein paar Kniffe beachtet, fädelt bald ganz selbstverständlich ein – unabhängig vom Modell.
Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Einfädelvorgang, inklusive Video.
Sie erfahren außerdem, wie Sie die Nadeln wechseln, was die praktische Lufteinfädelung bringt und wie Sie typische Probleme lösen.
Einen Überblick über verschiedene Geräte bietet die Kategorie der Overlock-Maschinen.
Bevor Sie beginnen: das Wichtigste zum Overlock-Einfädeln
Die richtige Reihenfolge: Das ist der wichtigste Punkt. Eingefädelt wird fast immer in dieser Reihenfolge: zuerst der Untergreifer, dann der Obergreifer, danach die Nadeln (erst die rechte, dann die linke). Wird diese Reihenfolge nicht eingehalten, entsteht kein sauberes Stichbild.
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Farbcodierung nutzen: Die meisten Overlocks haben farblich markierte Fadenwege. Folgen Sie einfach der jeweiligen Farbe von der Garnrolle bis zum Greifer oder zur Nadel.
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Das richtige Garn: Verwenden Sie echtes Overlockgarn auf Konusspulen, nicht die dicken Rollen einer normalen Nähmaschine. Overlockgarn ist feiner, läuft gleichmäßiger und reißt seltener.
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Scharfe, korrekt eingesetzte Nadeln: Eine stumpfe oder falsch eingesetzte Nadel führt zu Fehlstichen und Fadenbrüchen.
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Gut vorbereiten: Maschine ausschalten, Front- und Greiferabdeckung öffnen, für gute Beleuchtung sorgen und eine Pinzette bereitlegen.
Hier finden Sie nützliches Zubehör für Overlock-Maschinen
Overlock einfädeln – Schritt für Schritt

Dieser Ablauf gilt für die meisten Overlockmaschinen. Halten Sie zusätzlich das Handbuch Ihres Modells bereit, denn Details wie die genaue Lage der Führungen können abweichen:
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Vorbereiten: Maschine ausschalten und die Abdeckungen öffnen, um an Greifer und Fadenwege zu gelangen.
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Garn aufstecken: Die Konusspulen auf die Halter setzen und die Fäden durch die ausklappbare Fadenführung (Teleskopstange) führen.
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Untergreifer einfädeln: Den Faden entlang des markierten Wegs durch alle Führungen und Spannungsscheiben bis zum Untergreifer führen. Das ist der kniffligste Schritt – nutzen Sie die eingebaute Einfädelhilfe oder eine Pinzette.
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Obergreifer einfädeln: Anschließend den Obergreifer entlang seines Farbwegs einfädeln.
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Nadeln einfädeln: Zuletzt die Nadeln – erst die rechte, dann die linke. Den Nähfuß anheben und eine Pinzette oder einen Einfädler verwenden.
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Fäden nach hinten legen: Alle Fäden unter dem Nähfuß nach hinten legen.
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Probe nähen: Die Abdeckungen schließen und einige Stiche auf einem Reststoff nähen. Stimmt das Stichbild, kann es losgehen.
Pro-Tipp: Beim Farbwechsel müssen Sie die Greifer nicht komplett neu einfädeln. Schneiden Sie die alten Fäden nahe der Konusspule ab, knüpfen Sie die neuen an und ziehen Sie sie durch die Fadenwege (Anknüpfmethode). Bei den Nadeln fädeln Sie hingegen neu ein
Video-Anleitungen: Overlock einfädeln in der Praxis
Wer den Ablauf lieber sieht als liest: In diesen beiden Videoanleitungen wird der komplette Einfädelvorgang Schritt für Schritt an einer Overlock gezeigt.
Videoanleitung 1: Overlock W6 N 656D Freiarm einfädeln
Erfahre mehr über W6 Overlock N 656D Freiarm
Videoanleitung 2: Overlock W6 N 454D einfädeln
Erfahre mehr über W6 Overlock N 454D Pro
Nadeln wechseln bei der Overlock
Ein Nadelwechsel gehört zur regelmäßigen Pflege – spätestens, wenn die Nadel stumpf ist, verbogen wurde oder das Stichbild leidet. So gehen Sie vor:
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Maschine ausschalten: und das Handrad drehen, bis die Nadel in der höchsten Position steht.
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Nadelschraube lösen: mit dem beiliegenden kleinen Schraubendreher die Halteschraube der betreffenden Nadel lösen und die Nadel entnehmen.
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Neue Nadel einsetzen: die neue Nadel bis zum Anschlag einschieben – die flache Seite des Kolbens zeigt je nach Modell nach hinten (siehe Handbuch) – und die Schraube wieder fest anziehen.
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Richtige Nadel wählen: Nadeltyp und -stärke zum Stoff passend auswählen. Bei zwei Nadeln stehen diese oft auf leicht unterschiedlicher Höhe – achten Sie darauf, sie nicht zu vertauschen.
Overlock mit automatischer Einfädelung: die Lufteinfädelung

Wem das Greifer-Einfädeln zu fummelig ist, findet Erleichterung in Modellen mit Lufteinfädelung.
Dabei werden Ober- und Untergreifer per Knopfdruck mit einem Luftstrom eingefädelt – jener Schritt, der sonst am meisten Zeit kostet. Ein Beispiel für eine solche Maschine ist die W6 N 868D Air Electric Wind.
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Zeitersparnis: das Greifer-Einfädeln dauert nur noch Sekunden.
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Weniger Frust: kein Fummeln mehr an schwer zugänglichen Stellen – gerade für Einsteiger ein großer Vorteil.
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Mehr Zeit zum Nähen: besonders praktisch bei häufigem Farbwechsel.
Häufige Probleme beim Einfädeln – und die Lösung
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Faden reißt: Einfädelweg auf Verwicklungen prüfen, Fadenspannung korrigieren und hochwertiges Overlockgarn verwenden.
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Schlechtes Stichbild: meist ein Einfädel- oder Spannungsproblem. Reihenfolge und Fadenwege prüfen, Nadel auf Schärfe kontrollieren.
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Maschine näht nicht, obwohl eingefädelt: alle Fäden unter den Nähfuß nach hinten legen und den Nähfuß absenken.
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Greifer lassen sich schwer einfädeln: die eingebaute Einfädelhilfe oder eine Pinzette nutzen und die Reihenfolge einhalten.
Stimmt trotz korrektem Einfädeln das Nahtbild nicht, liegt es fast immer an der Fadenspannung. Wie Sie sie richtig einstellen, zeigt unser Beitrag zur Overlock-Fadenspannung.
Tipps für müheloses Einfädeln
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Reihenfolge einhalten: Untergreifer, Obergreifer, dann Nadeln – immer.
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Farbwege markieren: ist Ihre Maschine nicht farbcodiert, helfen farbige Aufkleber am Fadenweg.
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Anknüpfmethode beim Farbwechsel nutzen: spart bei den Greifern viel Zeit.
Maschine sauber halten: Fusseln im Fadenweg und Greiferbereich erschweren das Einfädeln. Wie Sie Ihre Maschine richtig reinigen und ölen, lesen Sie in unserer Pflegeanleitung.
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Üben: je öfter Sie einfädeln, desto schneller und sicherer gelingt es.
Häufige Fragen zum Overlock-Einfädeln
In welcher Reihenfolge fädelt man eine Overlock ein?
Zuerst der Untergreifer, dann der Obergreifer, anschließend die Nadeln – erst die rechte, dann die linke. Diese Reihenfolge ist entscheidend für ein sauberes Stichbild.
Kann ich normales Nähgarn für die Overlock verwenden?
Für beste Ergebnisse verwenden Sie Overlockgarn auf Konusspulen. Es ist feiner und reißfester und dafür gemacht, mehrere Fäden bei hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten.
Muss ich beim Farbwechsel komplett neu einfädeln?
Nein. Für die Greifer nutzen Sie die Anknüpfmethode: alte Fäden abschneiden, neue anknoten und durchziehen. Nur die Nadeln fädeln Sie neu ein.
Was tun, wenn der Faden ständig reißt?
Prüfen Sie den Einfädelweg auf Verwicklungen, korrigieren Sie die Fadenspannung und verwenden Sie hochwertiges Garn. Auch eine stumpfe Nadel kann die Ursache sein.
Gibt es Overlocks, die sich leichter einfädeln lassen?
Ja. Modelle mit Lufteinfädelung fädeln die Greifer per Knopfdruck ein und nehmen so den aufwändigsten Teil ab – ein großer Vorteil, gerade für Einsteiger.
Fazit
Das Einfädeln einer Overlock ist kein Hexenwerk – entscheidend sind die richtige Reihenfolge (Untergreifer, Obergreifer, Nadeln), passendes Garn und etwas Übung.
Mit der farbcodierten Führung der meisten Maschinen und einer Videoanleitung gelingt es schnell, und ein Modell mit Lufteinfädelung macht den Einstieg noch einfacher.
Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass es dauerhaft reibungslos klappt.
Hier finden Sie mehr Tipps und Tricks zum Nähen